Auf die größtmögliche Harmonie zwischen Pferd und Reiter gesetzt

Erstmalig kam ich mit dem Reitverein anlässlich eines Kindergeburtstages der Tochter einer Freundin in Berührung und fand schon erstaunlich, dass dies überhaupt möglich war. Nachdem ich aus den unterschiedlichsten Gründen zu diesem Zeitpunkt jahrelang nicht geritten war, habe ich meinem liebsten Hobby nochmal eine Chance gegeben und konnte ganz unkompliziert einen Termin zum „Probereiten“ ausmachen.

Und damit ging meine Zeit im Reitverein Bruchhausen los. Beeindruckend fand ich damals vor allem, dass Mike Hentschel schon nach der ersten Reitstunde klar war, welches Pferd zu mir passt und welches eher nicht. Und da bin ich kein Einzelfall. Im Gegensatz zu meiner bisherigen Erfahrung mit Reitställen mit „Schulbetrieb“ wird hier nämlich auf die größtmögliche Harmonie zwischen Pferd und Reiter gesetzt und darauf, dass sich jeder Reiter, seinem Kenntnisstand gerecht weiterentwickeln kann. So wird ein Anfänger nicht durch ein „schwieriges“ Pferd frustriert oder geängstigt. Auch werden die Gruppen derer, die zusammen Reitstunden haben, gemischt und nicht Anfänger und Fortgeschrittene unterteilt, so dass auch keine Wertung entsteht.

Für mich selber besonders wichtig und hervorstechend zu anderen Vereinen ist die Tatsache, dass auf Handicaps, die man mitbringt, Rücksicht genommen wird. In meinem Fall ist es eine krankheitsbedingte schlechtere Ausdauer, die je nach Tagesform auch deutlich variieren kann. Gerne wird so etwas sonst als Faulheit oder ähnliches interpretiert. Dies ist hier nicht der Fall.

Schlussendlich konnte sogar mein Sohn, der sonst eher nicht zu sportlicher Betätigung neigt, sich mit dem Reiten anfreunden. Nicht zuletzt deswegen, weil er nicht unter Druck gesetzt wird.

Nicht zuletzt führen die regelmäßigen Veranstaltungen, wie Vereinsfeiern, Hoffeste, Ostereiersuchen u. ä. dazu, dass man die Familienmitglieder, die nicht „Pferdeaffin“ sind mit einbeziehen kann und sich so eine fröhliche Gemeinschaft bildet.

Vor ungefähr einem Jahr bin ich nun tatsächlich auch dem Reitverein beigetreten, Für jeden, der mich näher kennt und daher weiß, was ich von Vereinen halte, war das etwas ganz Erstaunliches und zeigt wieder, dass es sich hier um einen Zusammenschluss von Menschen handelt, die gerne mit den Tieren arbeiten und umgehen. Dies um der Sache an sich willen und nicht als Reputation oder um einen sportllichen Ehrgeiz zu befriedigen.

Wer also Pferde liebt und gerne mit Menschen zusammen ist, ist hier genau richtig.

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Reiten für jedermann ist angesagt

Mein Name ist Nikolaus Atzl, ich bin 48 Jahre, Oberarzt der Chirurgie am Krankenhaus Linz. Meine Tochter Leni ist 6 Jahre alt. Sie hat im Urlaub auf einem Bauernhof in der südlichen Eifel die Freude a